Hüfte

Die Hüftprothese

Zur Versorgung von starken Gelenkveränderungen, hervorgerufen durch Arthrose (Gelenkverschleiß, rheumatische Erkrankungen oder Hüftfehlstellungen) stehen nach Ausschöpfung sämtlicher konservativen Behandlungsmöglichkeiten verschiedene Prothesenmodelle zur Auswahl.

In Abhängigkeit der verschiedenen Diagnosen und der Tragbarkeit des Knochens werden individuell für den Patienten geeignete Prothesenmodelle ausgewählt. Die Entscheidung über die entsprechende Prothesenform und das Verankerungsprinzip trifft der Arzt in Absprache mit dem Patienten, wobei die individuellen Erwartungen des Patienten bei der Entscheidung mit berücksichtigt werden müssen.

Die Hüftpfanne besteht bei einer zementfreien Version aus einem Metallträger mit einem Kunststoffeinsatz oder einem Keramikeinsatz, bei der zementierten Version ist die Pfanne ausschließlich aus Polyethylen hergestellt. Die Schaftprothese besteht immer aus einer hochwertigen Edelstahllegierung, entweder Chromcobalt oder Titan. Der Hüftkopf besteht aus Keramik oder Metall.

In der Orthoklinik sind verschiedene Schaftprothesen, Köpfe und Pfannen in unterschiedlichen Größen vorrätig, damit jeder Patient entsprechend seiner anatomischen Verhältnisse das geeignete Implantat bekommen kann.

Am häufigsten werden sog. Hybrid-Prothesen implantiert, d.h. die Pfanne ist zementfrei, der Schaft ist zementiert.

Bei jüngeren Patienten werden fast ausschließlich zementfreie Implantate gewählt, wo Schaft und Pfanne in den Knochen einwachsen müssen.

Nach der Operation

Bei allen Prothesenmodellen findet am zweiten postoperativen Tag ein Verbandswechsel statt. Danach ist der Patient in der Lage, mit Unterarmgehstützen oder im Rollator zu gehen. Die Belastung des operierten Beines richtet sich nach der Art der Verankerung und der persönlichen Fitness eines jeden Patienten. Eine Teilbelastung sollte für einige Tage eingehalten werden, bei einer vollzementierten Prothese ist eine volle Belastung unmittelbar nach der Operation möglich.

Der Krankenhausaufenthalt ist individuell sehr unterschiedlich, körperlich fitte Patienten können bereits nach 10 bis 12 Tagen das Krankenhaus verlassen, ältere Patienten oder Patienten mit körperlichen Gebrechen sollten einige Tage länger stationär behandelt werden. Anschließend werden häufig Rehabilitationsmaßnahmen durchgeführt, um eine vollständige Kräftigung der Muskulatur zu erreichen.

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