09.05.2011

Hüftoberflächenersatz als Alternative zum künstlichen Gelenk

Informationsveranstaltung der Orthoklinik Lüneburg

Lüneburg, 06. Mai 2011 - Die Orthoklinik Lüneburg lädt alle Interessierten zur Informations­veranstaltung „Zehn Jahre Erfahrung mit dem Hüftoberflächenersatz“ ein. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 11. Mai 2011, um 19 Uhr im Seminaris Hotel, Soltauer Straße 3, in Lüneburg statt. Referent ist Dr. med. Lorenz Kamp, Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin, Belegarzt der Orthoklinik Lüneburg.

Künstliche Hüftgelenke geben den Patienten verlorengegangene Beweglichkeit und Aktivität zurück und sind in der mobilen Gesellschaft der Gegenwart inzwischen fest etabliert. Zunehmend erhalten auch jüngere Patienten mit größeren körperlichen Ansprüchen und einer längeren Lebenserwartung eine Gelenkprothese. Da die Haltbarkeit von Kunstgelenken nach heutigen Erkenntnissen bei nur etwa 12 bis 15 Jahren liegt, führt dies auch zwangs­läufig zu einer steigenden Zahl an Austauschoperationen.

Vor diesem Hintergrund führte der britische Chirurg Derek McMinn Ende der 90er Jahre den Hüftoberflächenersatz wieder ein. Nach Entwicklung einer verschleißarmen Metall-Metall-Gleitpaarung war es möglich geworden, nur die zerstörten Knorpelflächen durch metallische Implantate zu ersetzen und den gelenknahen Knochen insbesondere am Schenkelhals zu erhalten. Dadurch bleibt nicht nur der Knochen für eine potentielle Austauschoperation erhalten. Durch die unveränderte Anatomie und Biomechanik ist auch die Rehabilitation erleichtert.

In der Orthoklinik wird dieses Verfahren seit 2007 durchweg erfolgreich eingesetzt. Belegarzt Dr. med. Lorenz Kamp lernte es aber bereits 1999 während eines Aufenthalts bei McMinn in Birmingham kennen und konnte inzwischen mehr als zehn Jahre eigene Erfahrung mit die­sem Prothesentyp sammeln. Die bei mehr als 400 durchgeführten Operationen gewonnenen Erkenntnisse spiegeln eine hoch aktive und sportlich anspruchsvolle Patientenzielgruppe wider. In Übereinstimmung mit aktuellen ersten Langzeitstudien ist Dr. Kamp auf Basis sei­ner eigenen Erfahrungen davon überzeugt, dass es sich beim Hüftoberflächenersatz um eine hochfunktionelle und sichere Alternative zur Standardhüftprothese handelt.

Im Rahmen des Vortrags wird Dr. Kamp die wesentlichen Eigenschaften des Verfahrens und weitere wichtige Einflussgrößen auf die Ergebnisqualität von Hüftoperationen erläutern. Damit soll auch die Einschätzung erleichtert werden, für wen welches Verfahren in Frage kommt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich auch an der anschließenden Diskussion zu beteiligen und ihre Fragen zu stellen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.