Rheumatologie

Krankheitsbild

Die chronischen Arthritiden sind meist systemische, fortschreitende Entzündungserkrankungen, die die Gelenkinnenhaut und Sehnenscheiden befallen. In typischer Weise sind hierdurch die Gelenke zerstört und deformiert. Hieraus resultieren schmerzhafte Bewegungs- und Belastungsstörungen. Fehlstellungen sind die Folge. Die Erkrankungen entstehen teilweise schon im Kindesalter (juvenile chronische Arthritis), bei Erwachsenen, besonders aber im Alter (LORA). Die Ursache ist nicht bekannt. Für einige Formen der Gelenkentzündungen werden genetische Prädispositionen angenommen.

Behandlung

Wir stimmen medikamentöse, physikalische und operative Therapien in unserer Klinik interdisziplinär aufeinander ab. Ein Therapieplan wird erstellt. In der medikamentösen Therapie steht zunächst die Reduktion der Entzündungszeichen im Vordergrund.

Bestehen trotz Basistherapie Gelenkentzündungen, wird nach sechs Monaten eine operative Nachbehandlung in Erwägung gezogen. Präventiv kann die Gelenkinnenhaut arthroskopisch entfernt werden (Synovektomie). Sind Gelenkentzündungen eingetreten, sind gegebenenfalls rekonstruktive Operationen nötig. Hier sind besonders Arthroplastiken, Teil- und vollständige Versteifungen von Gelenken oder der künstliche Gelenkersatz erforderlich.

Begleitet werden diese Maßnahmen unter anderem mit Krankengymnastik, Physiotherapie und gegebenenfalls mit einer Ergotherapie, um die Funkionalität der Gelenke zu erhalten.